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Article Title: Whisky-Land Schweiz
Date Created:
11/11/2008
Date Updated:
11/11/2008
Language:
German
Category:
Travel
TranslatorPub.Com Rank:
56
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1423
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Text:
Das Agrarland Schweiz besitzt durch ihre kulturhistorische Entwicklung eine lange Tradition in der Herstellung verschiedener Steinobstschnäpse, Weine und Biere. Die Herstellung von Whisky hingegen, erfolgt erst seit dem Jahre 1999. Bis dann war es in der Schweiz strengstens verboten, aus Getreide oder Kartoffeln Hochprozentiges herzustellen. Das entsprechende Gesetz wurde am 1. Juli 1999 aufgehoben und noch am selben Tag wurde der erste Whisky destilliert. Heute beschäftigen sich mehrere innovative Schweizer Steinobstbrenner, Bierbrauer oder Weinbauern ein besonders schweizerisches Whisky-Angebot auf dem Markt zu bringen.



Die Ägypter kannten schon die Kunst des Destillierens und stellten damit keinen Alkohol her, sonder Parfüm. Chinesen und Inder waren auch bereits mit dieser Technik vertraut, doch durch Mönche kamen Technik und Apparate über die Alpen Richtung Norden, allerdings stellten sie zuerst Arzneien her. Ab etwa 500 n.Chr. produzierten die Mönche in Irland eine wasserklare Flüssigkeit, die sie lateinisch «aqua vitae» oder gälisch «uisce beatha» nannten - beides bedeutet «Wasser des Lebens». Der Legende zufolge brachten eben diese keltische Mönche das Geheimnis der Destillation über die Hebrideninseln (Islay) auf das schottische Festland.

Whisky oder Whiskey - bei der Schreibweise unterscheidet die Herkunft – Whisky bleibt ein von Mythen umhülltes Getränk. Ob die Irländer (Whiskey) oder die Schotter (Whisky) das «flüssiges Gold» erfunden haben, darüber lässt sich heute noch streiten. Beide Seiten bestehen auf ihre stolze Tradition und die über Jahrhunderte dauernde Geschichte. Alles hängt trotzdem zusammen: Kelten und Gälen, das Meer, die Einsamkeit und die Wildheit des zum Teil rauen Landes.

Single Malt Whiskys werden aus dem
 Gerstenmalz einer einzigen Destillerie gewonnen. In Schottland werden sie acht, zehn, zwölf und mehrere Jahre in alten Bourbon- oder Sherryfässern gelagert. Durch das Können der Destillateure werden aus einer Mischung von Gerstenmalz, Quellwasser, Torf, kupferne Destillierkolben und Eichenholzfässern Single Malts verschiedenster Charaktern kreiert.

Was hierzulande gebrannt, gelagert und abgefüllt wird, bezeichnet man als «Single Malt». Im Vergleich zu den Schotten, Iren, Kanadiern, Amerikanern, aber auch Japanern ist der Produktionsertrag immer noch gering. Deshalb wird sogar in manchen Fällen von einer «Single Cask Malt» Bezeichnung gesprochen. Eine echte Besonderheit, weil der Whisky in der Flasche aus nur einem Fass stammt!

Schon in den ersten Jahren erhielten manche Schweizer Single Malts hohe Noten von anerkannten Experten wie Jim Murray, Bewerter und Herausgeber der Whiskey Bible: «Die Schweizer scheinen den Qualitätsanspruch beim Whisky schneller und besser zu meistern als alle andern Destillerie-Nationen auf dem europäischen Festland.»

Die Innovativen quer durch das Land

Der «Hof Holle» ist ein idyllisch gelegener Bauernhof im Baselbieter Dorf Lauwil. Hier werden seit Generationen Spirituosen aus Obst produziert. Als das Gesetz aus alter Zeit am 1 Juli 1999 aufgehoben wurde, kam aus der Brennerei Bader der erste Baby-Whiskey. Ernst Bader stellt seinen Single Barrel Malt aus biologisch angebauter Gerste her und lagert das feine Getränk in 220-Liter wunderschönen Eichenfässern aus dem Burgund.

In Port bei Biel, eine Berner Seelandgemeinde, kaufte sich Heinz Zürcher eine dreijährige Sherry-Pipe und füllte sie mit 500 Litern Getreidebrand. Der Whisky, der am 1. Juli 2003 als «Single Lakeland Malt Whisky» offiziell getauft wurde, erwies sich als leicht Süss mit einer dezenten eleganten Holznote. Erst drei Jahre später gab es den nächsten Lakeland Whisky auf dem Markt, der von Murray mit 94 aus 100 Punkten bewertet wurde.

Brennmeister Ruedi Käser führt in Elfingen AG am Bözberg sein «Whisky Castle», eine der kleinsten Whiskybrennereien der Welt. Er produziert «Single Malt Single Cask», Unikat-Tropfen die in einem nach original schottischem Muster gebauten Pot-Still-Brennkessel destilliert werden. In seinem innovativen Stil, taufte er seinen Standort auf «Whisky Valley» um: Dort steht der Whiskey Castle samt Whisky Center mit Lounge, Destillerie-Führungen und Verkausfsabteilung sowie Käsers Schloss, wo er Delikatessen vom Bauernhof offeriert.


Ob sich die Schweizer durch Experimentierfreudigkeit und Qualitätsdenken in diesem Traditionsreichen Markt behaupten können? Auf jeden Fall wird es nicht versucht, schottischen oder andern Whisky zu kopieren. Die Schweizer Getreidebrände haben eine ganz eigene, eine unverwechselbare Schweizer Identität. Die Zukunft ist aussichtsreich.
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